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KI-Influencer erstellen: So entsteht dein erster Charakter

Entwickle einen eigenen KI-Influencer mit Charakterprofil, Referenzbildern, Konsistenztests und einem ersten veröffentlichungsreifen Beitrag.

Anleitung4 Min. Lesezeit

Ein überzeugendes Porträt ist ein Anfang. Ein KI-Influencer braucht außerdem eine wiedererkennbare Identität, einen Grund zum Folgen und einen Menschen, der entscheidet, was veröffentlicht wird.

Dieser Workshop führt dich bis zum ersten fertigen Beitrag. Als Beispiel dient Mara, eine erfundene erwachsene Figur, die Outfits mit einer kleinen Garderobe erklärt. Für die anschließende Veröffentlichung und Auswertung gibt es den 30-Tage-Startplan.

Ein Steckbrief für Aussehen, Stimme, Publikum und Grenzen.

1. Schreibe ein brauchbares Charakterprofil

„Mode-Influencerin“ lässt fast alle Entscheidungen offen. „Hilft Menschen, Bürokleidung aus vorhandenen Stücken zusammenzustellen“ liefert konkrete Themen.

Maras Profil könnte so aussehen:

  • Zielgruppe: Menschen mit einer kleinen Arbeitsgarderobe.
  • Nutzen: pro Beitrag eine Stylingentscheidung erklären.
  • Aussehen: erwachsene Figur in den Dreißigern, dunkler welliger Bob, braune Augen, leicht kantiges Gesicht.
  • Bildsprache: Marineblau, Creme und Rostrot; schlichte Studiohintergründe.
  • Ton: aufmerksam, praktisch und konkret.
  • Grenze: Outfitideen zeigen, ohne eigene Trageerfahrungen zu behaupten.

Entwirf eine eigene Identität. Übernimm weder Gesicht noch Lebensgeschichte oder Qualifikationen einer bestehenden Person. Eine Figur darf Vorlieben haben, ohne Erlebnisse vorzutäuschen.

2. Trenne Identität und Szene

Wähle einen Arbeitsablauf, in dem du Referenzen oder einen gespeicherten Charakter wiederverwenden kannst. Prüfe, ob du das Referenzmaterial dafür nutzen darfst. Bei einem neu generierten Gesicht solltest du Werkzeug und Nutzungsbedingungen dokumentieren.

Beginne mit einem neutralen Porträt: gleichmäßiges Licht, ruhiger Hintergrund und entspannter Ausdruck. Dramatische Beleuchtung kann Unterschiede verdecken, die bei einem anderen Blickwinkel sichtbar werden.

Bestimme ein Porträt als Hauptreferenz. Mehrere schöne, aber unterschiedliche Gesichter ergeben keine einheitliche Identität. Speichere unveränderliche Merkmale getrennt von Szenenanweisungen: Maras Gesicht und Frisur bleiben gleich; Jacke, Haltung und Hintergrund dürfen wechseln.

3. Teste den Charakter vor der Serienproduktion

Erstelle mit derselben Referenz einen kleinen Kontaktbogen:

TestDarauf achten
Frontal und DreiviertelansichtAugenabstand, Kiefer, Haaransatz, scheinbares Alter
ProfilNase, Kinn, Position des Ohrs
Natürliches LächelnZähne, Wangen, Wiedererkennbarkeit
GanzkörperbildProportionen und Details des kleineren Gesichts
Tasche in der HandFinger, Henkel, Kontakt zum Gegenstand

Vergleiche jedes Ergebnis mit der Hauptreferenz. Wer nur das vorherige Bild heranzieht, übersieht leicht schleichende Veränderungen.

Ändere bei einem Fehler jeweils nur eine Sache: eine einfachere Pose, weniger Zubehör oder weicheres Licht. Eine wiederholte Beschreibung trainiert kein Modell und garantiert kein identisches Gesicht. Mehr dazu findest du im Leitfaden zur Charakterkonsistenz.

4. Gestalte einen nützlichen Beitrag

Maras erster Beitrag heißt „Eine Jacke, drei Proportionen“. Ein möglicher Startprompt:

Nutze die freigegebene Referenz von Mara, einer eigenständigen fiktiven erwachsenen Figur. Redaktionelle Ganzkörperillustration in einem cremefarbenen Studio. Kurze marineblaue Jacke, gerade cremefarbene Hose, rostrote flache Schuhe. Entspannte Haltung, Arme seitlich, weiches gleichmäßiges Tageslicht. Gesicht und Frisur der Referenz beibehalten. Keine Schrift oder Logos.

Behalte für die Varianten Bildausschnitt und Licht bei. Verändere den Hosenschnitt oder die Jackenlänge. Beschriftungen ergänzt du anschließend im Bildeditor.

Prüfe, ob die Bilder den Vergleich tatsächlich zeigen. Wenn die Bildunterschrift eine längere Jacke erklärt, muss sich deren Saum verändern. Kontrolliere auch Nähte, Taschen und Verschlüsse. Verwende allgemeine Outfitillustrationen, solange du die Darstellung eines konkreten Produkts nicht überprüfen kannst.

5. Schreibe wie in einem Gespräch

Statt „Hebe deinen Style mühelos aufs nächste Level“ beschreibst du eine Beobachtung:

Die kurze Jacke lässt mehr von der Hosenlinie sichtbar. Wische weiter zum Vergleich mit der langen Version. Welche Proportion würdest du mit deiner Kleidung ausprobieren? KI-generierte Figur und Outfitillustrationen.

Lies den Text laut. Streiche leere Adjektive, unbelegte Aussagen und künstliche Fragen. Ein gleichbleibender Ton braucht keinen wiederkehrenden Werbespruch.

6. Sichere einen wiederholbaren Arbeitsablauf

Lege Profil, Referenz, Prompts, Einstellungen, Exporte und finalen Text zusammen ab. Notiere Ablehnungsgründe: „Gesicht verändert sich im Profil“ hilft später mehr als „schlechtes Bild“.

Berechne die Kosten pro freigegebenem Beitrag einschließlich verworfener Ergebnisse und Bearbeitungszeit. Ein allgemeines Startbudget gibt es nicht; ein Bildvergleich verlangt andere Arbeit als ein Sprechvideo.

Kontrolliere den Export in Handygröße: Gesicht, Hände, Kleidung, lesbare Schrift und Profilzuschnitt. Kennzeichne die Figur klar als virtuell und prüfe die aktuellen Kennzeichnungshinweise der jeweiligen Plattform.

Fragen vor dem ersten Beitrag

Brauche ich sofort Videos?

Nein. Prüfe Identität und redaktionelle Idee zuerst anhand von Bildern. Wenn Bewegung dazukommt, kontrolliere den ganzen Clip auf Veränderungen an Gesicht, Kleidung und Gegenständen.

Was tun, wenn das Gesicht weiter wechselt?

Gehe zur neutralen Referenz und einer einfachen Pose zurück. Finde die Ursache, bevor du weitere Modelle oder Anweisungen ergänzt. Vielleicht bietet der gewählte Ablauf nicht genug Kontrolle.

Was sollte am Ende vorliegen?

Ein eigenes Charakterprofil, eine freigegebene Referenz, ein geprüfter Kontaktbogen und ein nützlicher Beitrag. Mit dem Profil kannst du ein Charakterprojekt starten und anschließend den Startplan nutzen.

Bereit, es selbst auszuprobieren?

Beginne mit der Erstellung von KI-Influencern und generiere Inhalte in Minuten.